Wellness Weihnachten

Erholungszeit für meine Seele

Gedanken zum Lieblingsfest großer und kleiner Menschen.

 

In Zeiten wie diesen: Freude und Frieden? Comedy und Feste feiern? Ja sicher, vernetzen wir doch einfach die vermeintlichen Gegensätze. Schließlich sind ja Vernunft und Spaß nur scheinbare Widersprüche.

Seit die große, wie auch die kleine Welt verrückt sind, gibt es innen so auch außen Konflikte. Das einzig sichere ist der Wandel. Ich frage mich, ob Feste feiern noch angebracht ist in Anbetracht der täglichen Information über das Ende des Wachstums und der steigenden Arbeitslosenzahlen.

Unzufriedenheit bei relativ hohem Lebensstandard (Weltstatistik des Pro-Kopf-Einkommens steigt) und die Arbeit erzeugt immer mehr Druck und Stress. Die Anteile befriedigender Arbeit (Arbeitsfreude) werden weniger dafür nimmt Arbeitsleid mehr und mehr zu.

Die Leichtigkeit des Seins ist mir abhandengekommen.

Dies, obwohl ich weiß, dass Leben immer nur in der Gegenwart stattfindet.

Daher suche ich gerade jetzt nach ausgleichenden Möglichkeiten um zu positiven Emotionen – und somit zur Ursache für Erfolg und Gesundheit zu kommen. Ich sehne mich nach dem „im Gleichgewicht sein“, nach einer  Work-Life-Balance. Oder besser noch: nach der Balance zwischen Arbeit, Freizeit und Zeit mit mir selbst. Ich denke über mich und die Wiederbelebung meiner inneren Heilkräfte nach. Dabei fällt mir ein, dass ich etwas für mein körpereigenes Immunsystem tun sollte. Schließlich arbeitet es doch unaufhörlich und unentgeltlich für mich.

Bei dieser Suche nach der Quelle meiner Energie fallen mir antike Weisheiten ein. Die Überlieferung Platons, der im Dialog mit Philebos gesagt haben soll: „Eine wünschenswerte und gesunde Lebensweise besteht weder in bewusstloser Lust noch im lustlosem Bewusstsein.“

Weiters fällt mir ein, dass die Ärzte der Antike neben der Pharmazeutik und Chirurgie, die Säule der Diätetik errichtet hatten. Diese bestand in einem Katalog  von Massagen und Bädern, Schlaf und Liebe, ausreichender Bewegung und ausgewogener Ernährung. Auch der Rat des Hippokrates, in allem Maß und Mitte zu bewahren und Extreme zu vermeiden, scheint eine hilfreiche Ergänzung zu sein.

Langsam in die Gegenwart zurückkommend, erinnere ich mich an den amerikanischen Arzt Halbert Dumm. Er hat 1959 das alte Kunstwort Wellness wieder ins Gespräch gebracht.

Diese Synthese aus Well-being und Fit-ness passt genau in diese meine Sehnsucht nach Wohlbefinden und Ruhe.

Ich beginne den amerikanischen Stressforscher Sheldon Cohen besser zu verstehen der meinte, dass die Psychoneuroimmunologie zur Überlebensfrage der Menschen werden kann. Er stellte in einer beeindruckenden Studie bereits1991 fest, dass das Erkrankungsrisiko um das drei- bis fünffache steigt, wenn chronisch gestresste Menschen, keine Möglichkeiten zum Aufarbeiten ihrer Konflikte zum Ausgleich und Balance erleben.

Ich spüre, dass die Wellnessdialektik mehr als eine gute Marketingidee ist. Dass der Wellnessgedanke und die Gesundheitsvorsorge der Akt des selbstverantwortlichen, ganzheitlichen und nachhaltigen Lebensstils sind.

Es wird daher ein Erfolg sein, wenn ich diesmal zu Weihnachten Nichts erwarte. Denn nach jeder meiner Handlungen erfolgt etwas, doch zu 80% nicht das Erwartete.

Beim Erwarten entferne ich mich aus dem Hier und Jetzt, der Zeit in der Leben stattfindet. Erwartungen sind Illusionen, Wunschgebilde der Zukunft. Sie können nur dann eintreten, wenn ich die Energie, die Emotion des bereits erfüllten Wunsches in der Gegenwart lebe.

Ich werde daher den Augenblick genießen, ich werde Weihnachten erleben, statt erwarten. Dadurch gibt es keine unerfüllte Hoffnung, keine Unzufriedenheit,

keine Kritik an der ungerechten Umwelt, meinem Schicksal.

Ich nehme den stresserzeugenden Erwartungsdruck von mir und den Menschen in meiner Nähe, wenn ich nichts erwarte.

Im Zustand des bewussten Innenhaltes, des Nichts Tuns gelingt es meinen Verstand loszulassen und die last meiner Vergangenheit abzulegen, Wenn ich meinen Rucksack abstelle und auspacke, bekommt mein bewusstes Sein eine  neue Qualität. Diese Qualität ist ein Teil meines gegenwärtigen Bewusstseins. Ich fühle, dass ich so über mich (meine Gegenwärtigkeit) hinauswachsen kann.

Bewusstes „Nichts Tun“ bedeutet ganz bei sich zu sein und die Kraft der Gegenwart nutzen. Bewusstes Nichtstun wird somit zum wichtigsten Tun in meinem Leben.

Ich bekomme ein klares und deutliches Bild vom bevorstehenden Weihnachtsfest. Dem Erholungszeitraum für meine Seele.

Ich freue mich auf die Auszeit vom Alltag. Ich erkenne, dass die wahren Lebensgeschenke die gegenwärtige Stille, Nichtstun, Langsamkeit und Schönheit sind. Ich spüre meinen Naturinstinkt (Biophilie), halte mein Gesicht in die hellen Sonnenstrahlen, blicke von einem Hügel über ein weites Land mit vielen Baumgruppen und Wiesen. Rieche Wald, Erde und staubfreie Luft. Ich spüre Wellness Weihnachten!

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